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unsere Zusammenarbeit mit der Familie
Zusammenarbeit mit der Familie

Ein Kind ist Teil seiner Familie und wird diesem System zeitlebens verbunden bleiben unabhängig davon, wie schwierig sich die Familienbeziehungen darstellen. Erzieher oder auch wir als Einrichtung sind immer nur eine Episode im Leben der Kinder.

Kinder sind in einer besonderen Weise an ihre Eltern gebunden.

Für die Eltern ist es im Regelfall demütigend oder ein Zeichen von Schwäche einzugestehen, mit ihrer Erziehungsaufgabe allein nicht mehr zurechtzukommen. Unabhängig von eigenen Mißerfolgserlebnissen müssen sich Eltern auch gegen eine öffentliche Meinung verteidigen. Dies geschieht häufig dadurch, daß die Eltern andere „Schuldige“ suchen wie z.B. die Kinder selbst, Verwandte, Ehepartner, u.a.. Nur aus einer Haltung heraus, die anerkennt, daß die Eltern bisher ihr Bestmögliches gegeben haben, können wir ihnen gegenüber die Wertschätzung entwickeln, die einen Raum schaffen kann, in welchem Eltern die Möglichkeit haben, ohne sich verteidigen zu müssen ihr eigenes Erzieherverhalten zu überdenken und neue Handlungsstrategien zu entwickeln. Eine weitgehende Einbeziehung der Eltern in den Erziehungsprozeß macht zum einen diese Wertschätzung deutlich, zum anderen ergeben sich dadurch Möglichkeiten konstruktiver Auseinandersetzung zwischen Kindern und ihren Eltern.

Möglichst einmal pro Monat findet ein Gespräch zwischen Eltern und BezugserzieherIn statt, in welchem ein gegenseitiger Austausch bezüglich der aktuellen Situation stattfindet und eine gegenseitige Abstimmung in Erziehungsfragen erfolgt z.B. wie das Taschengeld eingeteilt werden soll, Ausgangsregelung und ähnliche Dinge. Zusätzlich wird mit den Eltern besprochen, wer z.B. Kleidung kauft, mit dem Kind zum Friseur geht, Arzttermine wahrnimmt, Lehrergespräche führt und ähnliches mehr. Die Eltern sollen möglichst alle Aufgaben übernehmen, die sie übernehmen können und wollen.

Heimfahrten werden mit den Eltern im Konsens abgesprochen. Die Kinder sollen mindestens 14-tägig die Wochenenden zuhause verbringen, wenn möglich häufiger. Auch die Ferien sollen die Kinder zuhause verbringen, soweit die Eltern die Betreuung in diesen Zeiten übernehmen können. Je häufiger die Kontakte zwischen Eltern und Kindern stattfinden, desto weniger fremd sind sich die unterschiedlichen Lebensbereiche Heim und Familie und desto realistischer kann der richtige Zeitpunkt für eine Beendigung der Hilfemaßnahme bzw. der Rückführung in die Familie festgelegt werden. Gleichzeitig kann das Arbeitszeitkontingent der MitarbeiterInnen im Gruppendienst dadurch auf die stärker belasteten Zeiten (SchulzeitMethodisch vertreten wir - wie bereits angeklungen ist - einen familientherapeutisch / systemischen Ansatz, den wir schrittweise weiterentwickeln und unserer speziellen Situation anpassen.

Unsere bisherige Erfahrung zeigt, daß der Konkurrenzaspekt zwischen Eltern und ErzieherInnen in dem Maße abnimmt, in welchem den Eltern Achtung entgegengebracht wird bzw. diese sich in ihrer Elternrolle anerkannt fühlen.

Kinder, die keinen oder nur wenig Kontakt zu ihren Eltern oder anderen nahen Verwandten haben, sind auf sehr viel mehr Nähe von seiten der ErzieherInnen angewiesen, was es ErzieherInnen umgekehrt schwer macht, eine im Interesse der eigenen Psychohygiene notwendige innere Distanz zu halten. Die nicht vermeidbare personelle Fluktuation im Heimbereich ist für die Kinder und für die Mitarbeiter mit weit weniger Belastung verbunden, wenn Eltern da sind, zu denen die Kinder stabile Beziehungen haben.

Methodisch vertreten wir - wie bereits angeklungen ist - einen familientherapeutisch / systemischen Ansatz, den wir schrittweise weiterentwickeln und unserer speziellen Situation anpassen.

Unsere bisherige Erfahrung zeigt, daß der Konkurrenzaspekt zwischen Eltern und ErzieherInnen in dem Maße abnimmt, in welchem den Eltern Achtung entgegengebracht wird bzw. diese sich in ihrer Elternrolle anerkannt fühlen.



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