Chronik

Vor über 160 Jahren haben engagierte Bürger unserer Stadt den Johannisverein ins Leben gerufen, um Kindern, die in Notzeiten im Elternhaus nicht ausreichend versorgt werden konnten, eine Heimat zu geben. Zwischenzeitlich hat sich unser Verein zu einer modernen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung entwickelt, die weit über die Grenzen der Stadt Friedberg hinaus anerkannt ist. In vier stationären Heimgruppen, dem Referat sozialpädagogische Fachdienste, dem Kinderhort St. Georg und unseren 6 Kindertagesstätten betreut unser caritatives Unternehmen mit rund 150 Mitarbeitern circa 550 Kinder in Friedberg und Umgebung.

1845 Gründung des St.-Johannis-Zweigvereins unter Führung von Landrichter Caesar von Widder und Stadtpfarrer Franz Xaver Peißl
Errichtung einer Suppenanstalt am Eisenberg.
1856 Errichtung einer Kinderbewahrschule.
Betreuung der Kinder in der Suppenanstalt und in der Kinderbewahrschule durch die Armen Schulschwestern.
1857 Eröffnung einer Anstalt für verwahrloste Kinder (Waisenhaus) am Eisenberg.
1897 Erwerb des Salzstadels (Ecke Aichacher Straße/Herrgottsruhstraße) durch Stadtprediger Albert Alberstötter, Errichtung eines Neubaus.
1898 Eröffnung Neubau Waisenhaus unter der Leitung von drei Schwestern aus dem Mutterhaus der Armen Franziskanerinnen in Mallersdorf.
1912 Neubau für Kinderbewahrschule als Nebengebäude des Waisenhauses.
1922 Eröffnung des Kinderhorts in der aufgestockten Kinderbewahrschule.
1933-1945 Waisenhaus, Hort und Kindergarten werden wegen des Widerstands der Friedberger Bürger nicht in die „Kinderschule der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt“ eingegliedert.
1964 Georg Fendt übernimmt in verjüngter Vorstandschaft Aufgaben des Verwalters.
1965 Baubeginn für neues Kinderheim an der Hermann-Löns-Straße.
1967 Umzug in das neue Heim. Die Einrichtung beherbergt 65 Heimkinder, das Schwesternkonvent und den 120 Kindergarten Kinder.
Wiederaufnahme des 1941 eingestellten Hortbetriebes mit 80 Kindern.
Festliche Einweihung des Neubaus.
1972 Baubeginn für Kindergarten St. Christophorus am Wasserturm.
1973 Inbetriebnahme des neuen Kindergartens am Wasserturm.
1979 Im Mai Festgottesdienst und Festveranstaltung zum 125jährigen Vereinsjubiläum und 80jährigen Hiersein der Mallersdorfer Schwestern.
1982 Baubeginn Kinderheim Anbau.
1983 Auszeichnung der in Verwaltung ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder Fendt, Geiger, Lang und Luderschmid mit der silbernen Ehrennadel des Deutschen Caritasverbandes.
Baubeginn Kindergarten Maria Alber Friedberg-West.
1985 Aufnahme Betrieb im Kindergarten Friedberg-West mit einer Gruppe.
Einweihung des Kinderheim-Anbaues mit Ehrengästen.
1986 Feierliche Einweihung des Kindergartens in Friedberg-West.
1987 Jubiläumsfeier „90 Jahre Mallersdorfer Schwestern in Friedberg“ und 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit von Vorstandsmitgliedern.
1990 Spatenstich Kindergarten St. Anna Friedberg-Süd.
1991 Kindergarten St. Anna nimmt mit drei Gruppen den Betrieb auf
1992 Feierliche Einweihung Kindergarten St. Anna.
Übernahme der Heimleitung durch Gudrun Keller-Buchheit als erste weltliche Kraft, nachdem Sr. Waltraud Hottner in Ruhestand getreten ist.
Vorstandsmitglied Johann Lang verstirbt.
Vorstandsmitglied Richard Geiger verstirbt. Lang und Geiger waren seit 1963 in Vorstand und Verwaltung tätig.
1993 Beginn der Bauarbeiten für den Anbau im Kindergarten Maria Alber, Friedberg-West.
Umbenennung vom „Alten Kinderheim“ in „Prälat-Alberstötter-Haus“.
1995 Abschluss eines neuen Gestellungsvertrags mit der Religiösen Genossenschaft der Armen Franziskanerinnen von Mallersdorf. Zahl der Schwestern ist fortan auf fünf Schwestern beschränkt. Die Oberin ist nicht mehr gleichzeitig Heimleiterin, sondern nur noch für den Konvent zuständig. Führungsaufgaben sind auf weltliche Mitarbeiter übertragen.
1996 Beauftragung von Gudrun Keller-Buchheit mit der Geschäftsführung des Kinderheim Vereins.
1998 Baubeginn Kindergarten St. Angela am Heimathauser Weg.
1999 Eröffnung und Einweihung des Kindergartens St. Angela. Erster Kindergarten in Friedberg mit einer integrativen Gruppe.

Karl Luderschmid, langjähriger Kassier des Vereins, verstirbt.

2000 Hubert Geiger wird zum Nachfolger von Georg Fendt gewählt, der sich nicht mehr zur Wahl stellt. Georg Fendt wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
2009 Der bisherige Kassier Günther Riebel übernimmt das Amt der 1. Vorsitzenden des Kinderheim Vereins von Hubert Geiger, der als Schriftführer ein neue Aufgabe im Vorstand wahrnimmt.
2013 Baubeginn der Erweiterung der Kindertagesstätte St. Franziskus an der Hermann-Löns-Str. 2.
2014 Feierliche Einweihung des Erweiterungsbaus und Inbetriebnahme von zwei zusätzlichen Kinderkrippen Gruppen in der Kindertagesstätte St. Franziskus.
2015 Beginn der stationären und teilstationären Betreuung unbegleiteter minderjähriger Ausländer (UmA).
2017 Eröffnung von St. Thomas in Rederzhausen, der 6. Kindertagesstätte des Kinderheim Vereins.
2018 Aufgrund des stetigen Wachstums und der damit notwendig gewordenen Stärkung der kaufmännischen Belange des Kinderheim Vereins wird Richard Schulan zum kaufmännischen Geschäftsführer bestellt und führt neben der pädagogischen Geschäftsführerin Frau Keller-Buchheit das operative Geschäft des Vereins.
Beginn der Generalsanierung der Kindertagesstätte St. Christophorus am Wasserturm.
2019 Inbetriebnahme der komplett renovierten Kindertagesstätte St. Christophorus mit einer Kinderkrippe und drei Kindergarten Gruppen.
Übernahme Jugendsozialarbeit an Schulen (Grundschule Dasing, sowie Mittelschule Stätzling). Aufbau Familienstützpunkt in Friedberg.